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Podiumsplatz für Steffi Halm in Most

Vor offiziell 89.600 Zuschauern feierte Iveco-Pilotin Steffi Halm beim 5. Lauf der FIA European Truck Racing Championship auf dem Autodrom im tschechischen Most bereits ihren 7. Podiumsplatz in dieser Saison. Am Freitag standen bei strahlendem Sommerwetter die Freien Trainings an, am Samstag wurde es dann ernster. Bei weiterhin besten äußeren Bedingungen, sicherte sich Steffi in der SuperPole der Top-Ten den 3. Startplatz für das erste Rennen des Wochenendes.

Ihr Start war nicht schlecht, aber auch nicht optimal, nach der ersten Schikane ordnete sie sich als Vierte hinter dem MAN-Piloten Sascha Lenz ein. Ihr Marken- und „Die Bullen von Iveco Magirus“-Teamkollege Jochen Hahn setzte sich gleich vorn ab mit dem Lokalmatadoren Adam Lacko (Buggyra Freightliner) im Schlepptau. Sascha Lenz, Steffi und der dreifache Europameister Antonio Albacete (MAN) aus Spanien bildeten die erste Verfolgergruppe. Schnell war deutlich, an das Spitzenduo kam man nicht mehr heran, für Steffi ging es um den dritten Platz auf dem Podium.

Lenz zeigte keine Schwäche, eine echte Gelegenheit zum Überholen bot sich eigentlich nicht. Zudem musste sie sich ja nicht nur nach vorn, sondern auch nach hinten orientieren. Der mit allen Truckracing-Wassern gewaschene Albacete konnte zu jeder Zeit einen Überraschungsangriff starten. So ging es bis wenige Runden vor Schluss, als Steffi bemerkte, dass der Lenz-MAN offensichtlich Probleme mit den Reifen hatte. In manchen Kurven konnte Lenz nicht mehr die Ideallinie halten. Da waren noch zwei Runden zu fahren, und Steffi entschloss sich den MAN-Piloten zu attackieren und noch mehr unter Druck zu setzen. Doch dazu kam es erst gar nicht mehr. Plötzlich platzte bei Lenz der rechte Vorderreifen, dabei flogen auch noch abgerissene Teile durch die Luft. Die Iveco-Pilotin erfasste die Situation sofort, schoss an dem ausrollenden Havaristen vorbei, immer ihren Hintermann im Auge behaltend, ob der nicht doch noch zu einem Überraschungscoup ansetzen würde.

Letztendlich hatte Albacete aber keine Chance mehr, mit knapp 7 Zehntel Vorsprung passierte Steffi hinter Hahn und Lacko an 3. Position die Ziellinie.

Die Teamwertung ging natürlich auch klar an „Die Bullen von Iveco Magirus“.
Ins zweite Rennen ging Steffi infolge der umgekehrten Startreihenfolge von Platz 6 aus. In einem extrem harten Startgerangel fiel sie gleich um einige Positionen zurück, konnte sich aber nach und nach aber wieder bis auf ihren ursprünglich 6. Platz zurückkämpfen und beendete so auch das Rennen. Für das Team hieß das diesmal den 2. Platz.

Auch der Sonntag begann mit strahlendem Sonnenschein. Nach erneut einer sehr guten SuperPole erfuhr sich die Ammerbucherin diesmal den Startplatz vier.

Gegen Mittag schlug das Wetter aber schlagartig um. Kurz vor dem Start des Rennens ging ein heftiges Gewitter über der Rennstrecke nieder. Wegen der teilweise noch nassen Piste wurde zunächst unter Gelb gestartet. Kaum war das Rennen aber frei gegeben, schüttete es erneut wie aus Eimern. Das Wasser stand stellenweise zentimeterhoch auf der Piste, die RaceTrucks flogen reihenweise von der Strecke, das Rennen musste abgebrochen werden. Insgesamt versuchte die Rennleitung in den folgenden drei Stunden, dreimal das Rennen neu zu starten. Jedes Mal begann es wieder in Strömen zu regnen, kaum dass die RaceTrucks auf der Strecke waren. Rund vier Stunden nach dem ursprünglichen Startzeitpunkt, entschlossen sich die Verantwortlichen alle weiteren Renn-Aktivitäten abzusagen.

So gab es an diesem Rennwochenende in Most nur zwei Rennen statt der üblichen vier.
In knapp zwei Wochen, vom 13. bis zum 15. September, geht es mit dem 6. Lauf der FIA European Truck Racing Championship im belgischen Zolder weiter – mit hoffentlich vollem Programm.

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