Steffi Halm in Le Mans ohne Glück

Beim sechsten Lauf zur FIA European Truck Racing Championship in Le Mans erlebte die Iveco-Pilotin Steffi Halm vom Team Schwabentruck ein glückloses Wochenende.

Vor insgesamt knapp 50.000 Zuschauern ging die Ammerbucherin voller Vorfreude über die großartige Kulisse ins erste Qualifying. Dort erwischte Steffi allerdings keine richtig freie Runde und musste sich mit dem 9. Startplatz für das erste Rennen zufrieden geben.

Direkt nach dem Start konnte sie eine Position gutmachen, geriet dann allerdings versehentlich mit ihrem Markenkollegen André Kursim aneinander, der sich wiederum im Zweikampf mit dem Briten Jamie Anderson (MAN) befand. Die Stewarts brummten Steffi für die unglückliche Aktion eine Durchfahrtsstrafe auf und so passierte der Schwabentruck-Iveco nur auf Rang 13 das Ziel.

Dies bedeutete für das zweite Rennen am Samstag auch den Start aus der letzten Reihe. Da kurz vor Rennstart ein kräftiger Schauer über den Circuit Bugatti zog, entschied sich die Rennleitung aus Sicherheitsgründen zu einem Start unter gelber Flagge, also mit Überholverbot. Als das Rennen nach drei Runden dann komplett freigegeben wurde, war das Feld bereits weit auseinander gezogen. Bei diesen schwierigen Bedingungen konnte Steffi sich noch um zwei Positionen verbessern und sah schließlich auf dem 11. Platz die Ziellinie.

Und auch am Sonntag blieb das unberechenbare Le Mans-Wetter den Truckracern erhalten.

Im morgendlichen Qualifying sicherte sich Steffi den 8. Startplatz für das erste Sonntagsrennen.

Dort setzte kurz vor dem Start ein erneuter Regenguss die Strecke unter Wasser und wie schon am Vortag entschied sich die Rennleitung auch diesmal für den Start unter gelber Flagge. Auf der immer trockener werdenden Strecke konnte Steffi dann noch am Briten Shane Brereton vorbeigehen und sich so die siebte Position sichern.

Aufgrund des Reversegrids stand der Schwabentruck-Iveco neben Polesetter Brereton in der ersten Reihe. Der Brite nutze die günstigere Innenbahn und konnte sich knapp vor Steffi in Führung setzen. Im Laufe der ersten Runde wurde Steffi bei einem harten Gerangel von der Strecke gedrückt und verlor einige Positionen. So sah sie schließlich auf dem siebten Rang die Zielflagge.

„Natürlich habe ich mir gerade vor dieser großartigen Kulisse von knapp 50.000 Zuschauern schon etwas mehr versprochen“ gab eine enttäuschte Steffi Halm am Sonntagabend zu Protokoll. „Aber an diesem Wochenende hat uns einfach das Glück gefehlt und mit der Strafe und den harten Positionskämpfen am Sonntag kam dann auch noch Pech hinzu. Aber manchmal hat man einfach so ein Rennwochenende.“

In der Gesamtwertung liegt Steffi mit nun 66 Punkten auf dem sechsten Platz.

Bereits am kommenden Wochenende geht es mit dem siebten Lauf der FIA ETRC auf dem Circuito del Jarama nahe Madrid weiter.

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