Zwei Podiumsplätze für Steffi Halm in Le Mans

Vor insgesamt knapp 60.000 Zuschauern erlebte Iveco-Pilotin Steffi Halm auf dem Circuit Bugatti in Le Mans beim vorletzten Lauf zur FIA European Truck Racing Championship ein sehr erfolgreiches Rennwochenende. Mit zwei Podiumsplätzen – einmal Zweite, einmal Dritte – und Punktgewinnen in den übrigen Rennen konnte sie auf ihrem FIA-Konto 31 weitere Meisterschaftspunkte verbuchen.

In der SuperPole am Samstag holte sie sich den sechsten Startplatz für das erste Rennen. Hier konnte sie gleich nach dem Start einen Platz gutmachen und in einem eher ereignisarmen Rennen sicher in Ziel bringen.

In der FIA-Teamwertung bildet Steffi zusammen mit ihrem Markenkollegen Jochen Hahn das „Die Bullen von Iveco Magirus“-Team, das auf den 2. Platz kam.

Im zweiten Tagesrennen gibt es ja jeweils die umgekehrte Startaufstellung der acht Ersten, Steffi ging so von der 4. Position aus ins Rennen. Schon nach der ersten halben Runde gab es eine heftige Kollision im hinteren Feld, wobei zwei Trucks auf der Strecke blieben. Mit 40-minütiger Verspätung gab es einen Neustart, den Steffi hervorragend meisterte. Sie fuhr gleich auf die 3. Positon vor und setze das Führungsduo, den Portugiesen José Rodrigues (MAN) und ihren Iveco-Markenkollegen André Kursim, mächtig unter Druck. Tatsächlich unterlief dem MAN-Piloten auch schon bald ein massiver Fehler, er rutschte vom Asphalt, geriet ins Kiesbett und fiel weit zurück. Steffi versuchte anschließend immer wieder an André Kursim vorbeizuziehen, doch der parierte jeden Angriff. Zudem musste sie sich auch immer wieder nach hinten orientieren, denn an ihrem Iveco-Hinterteil klebte förmlich der Freightliner des Tschechen Adam Lacko.

In der letzten Runde, in der letzten Kurve vor der Zieldurchfahrt wurde es dann noch einmal richtig spannend. Zu dritt, beinahe nebeneinander liegend fuhren die Trucks die Kurve an. André Kursim immer leicht voraus und innen liegend, Steffi daneben und außen Adam Lacko. Als die Iveco-Pilotin und der Tscheche sich berührten und ins Schlingern gerieten, stand der Sieg von André Kursim fest, knapp vor Steffi und Adam Lacko.

Dafür fuhren aber „Die Bullen von Iveco Magirus“ den Sieg in der Teamwertung ein.

Im Gegensatz zum Samstag war der Sonntag dann sehr feucht. Immer wieder regnete es, teils gar auch etwas heftiger – nicht gerade Steffis Lieblingswetter.

In der SuperPole schaffte sie es dennoch auf den 8. Startplatz für das anschließende Rennen. Beim Start war die Piste so nass, dass die Rennkommission die erste Rennrunde unter Gelb fahren ließ – Überholverbot.

Steffi lag fast das ganze Rennen über auf der 7. Position hinter dem englischen Freightliner-Piloten Oly Janes. Ein Konkurrent, den sie unter normalen Umständen problemlos hätte überholen können, doch bei diesen Verhältnissen wollte sie nicht zuviel riskieren. Doch in der letzten Runde bot sich ihr kleine Lücke, die Iveco-Pilotin schoss sofort hinein und fuhr so noch auf den 6. Platz.

„Die Bullen von Iveco Magirus“ fuhren in der Teamwertung erneut auf einen Podiumsplatz, diesmal auf den dritten.

Ins Abschlussrennen startete Steffi von der 3. Position aus. Janes lag in der Startaufstellung ja vor der Ammerbucherin, kam aber nur miserabel in Fahrt. Steffi sauste vorbei, ebenso wie auch MAN-Pilot Sascha Lenz. Gemeinsam setzten sie nun Polesetter Jamie Anderson (GBR) unter Druck. Doch der MAN-Pilot bot Steffi keine Überholchance, stattdessen musste sich die Iveco-Pilotin von Sascha Lenz überholen lassen.

Der setzte nun wiederum den führenden Engländer so mächtig unter Druck, dass Anderson dem nicht weiter standhalten konnte. Etwas später schaffte es auch Steffi vorbeizuziehen und mit ihr noch einige andere Verfolger. Die übten nun ihrerseits wieder heftigen Druck auf die Iveco-Pilotin aus, während Sascha Lenz uneinholbar davon gezogen war. Als Teamkollege Jochen Hahn zum Überholen ansetzte, ging Steffi erst gar kein Risiko ein und gab sich am Ende mit Platz drei zufrieden.

Da die Konkurrenz beim Kampf um den vierten Platz in der Gesamtwertung des FIA-Championats in Le Mans patzten, konnte Steffi hier ihren 4. Platz weiter festigen.

Schon am kommenden Wochenende, dem 5. und 6. Oktober, findet auf dem Circuito del Jarama nördlich von Madrid das Finale der FIA European Truck Racing Championship statt.

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